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European History in Global Context (Das Jean-Monnet-Projekt)

European History in Global Context

a. Ziele

Dieses gemeinsame Forschungsprojekt stellt zwei populäre Doktrinen in Frage, die in der Kulturwissenschaft nach zwei einflussreichen Büchern entstanden sind: Edward Saids Orientalismus (1978) und Dipesh Chakrabarty's "Provicializing Europe" (2000). Heute gilt Said als Gründungsvater der postkolonialen Studien, während Chakrabarty als einer ihrer bedeutendsten Vertreter gilt. Dieses Projekt geht jedoch davon aus, dass ihre Herangehensweise an den Postkolonialismus Gefahr läuft, verschwommene Ergebnisse zu produzieren, insbesondere im Hinblick auf die europäischen Auswirkungen auf die Gestaltung der modernen Welt. Sie argumentiert, dass große Teile der postkolonialen Studien bisher die Bedeutung der außereuropäischen Faktoren deutlich überschätzt und den komplexen Prozess des europäischen Strebens nach der Welt, der seit seinen ersten Versuchen im 15. und 16. Jahrhundert von einer intensiven Interaktion zwischen Europa und den außereuropäischen Sphären geprägt ist, fast dramatisch ignoriert haben. Besser geeignet für eine zuverlässigere Analyse dieses Prozesses scheint der von Homi Bhabha, Stephen Greenblatt und anderen eingeführte Agenturansatz zu sein. Daher versteht dieses Projekt den Zugriff Europas auf die Welt und ihre Folgen in der modernen Geschichte als "eine Aktivität des Kontingents" mit einem inhärenten Organisationsprinzip, das in einem komplexen und dynamischen Prozess sowohl Europa als auch weite Teile der Welt nachhaltig verändert hat. Sie soll die Grundmuster dieses Prinzips herausarbeiten und versuchen, die Prozessmechanismen zu erklären, die die heutige Welt geprägt haben.

b. Methodik

Die kulturwissenschaftliche Variante des in diesem Projekt angewandten Agenturansatzes scheint besonders fruchtbar, um neue Ergebnisse zur europäischen Geschichte zu generieren. Jahrhunderts als Spiegel für die Entwicklung der europäischen Gesellschaften unter dem Einfluss von Kontakten mit Nicht-Europäern. Der Agenturansatz wurde bewusst als primärer methodischer Ansatz gewählt, da "Agentur" das selbstbestimmte Handeln von Individuen, Gruppen und Gesellschaften betont. Die Agentur lehnt deterministische Bilder ab, die dazu neigen, den Menschen zu Dienern überlegener Prozesse zu machen. Obwohl Homi Bhabha, einer der postmodernen Gründerväter des Agenturansatzes, die Gefahr der Kontingenz im Zusammenhang mit menschlichen Handlungen und Reaktionen (Aktivität des Kontingents) und damit die implizite Willkür von Erkenntnissen betont hat, haben neuere Studien in den Natur- und Sozialwissenschaften gezeigt, dass alle Systeme, die auf den ersten Blick offen erscheinen mögen, dazu neigen, selbstorganisierende Kräfte zu entwickeln. Wenn wir die europäische Expansion und die Kontakte zu außereuropäischen Zivilisationen als ein grundsätzlich offenes System verstehen, ist es ganz offensichtlich, dass die Selbstorganisationskräfte dieses offenen Systems nicht nur die Beziehungen Europas zum "Anderen" geprägt haben, sondern auch Europäer und europäische Zivilisationen verändert haben.

 

Eine Grundannahme des letzteren ist, dass das Streben Europas nach der Welt seit seinen ersten Versuchen im 15. und 16. Jahrhundert von einer intensiven Interaktion zwischen Europa und den außereuropäischen Sphären geprägt ist. Diese Interaktion fand über die Meere statt, wodurch ein dichtes globales Netzwerk entstand. In diesem Netzwerk spielten und spielen Ports als Hubs eine herausragende Rolle. Allerdings ist unser Wissen über die Funktionalität von Ports in diesem Zusammenhang noch sehr schwach. Um unser Wissen über die Rolle der Häfen in der europäischen Geschichte und die Gestaltung einer europäischen Zivilisation zu verbessern, wurde das Projekt "Europäische Häfen" ins Leben gerufen: Repositorien des europäischen Kulturerbes und Workshops der europäischen Zivilisation" wurden entwickelt.

c. Ansatz

Der oben beschriebene Agenturansatz wurde noch nicht auf die moderne europäische Geschichte angewandt, daher ist zu erwarten, dass dieses Projekt in der Tat bedeutende neue Erkenntnisse über die Geschichte des modernen Europas und seine Stellung im globalen Kontext liefern wird. Sie verfügt damit über ein hohes und innovatives Forschungspotenzial und eröffnet neue Perspektiven für die historische Forschung. Im Hinblick auf die inhärente globale Dimension eröffnet dieses Projekt ein neues Feld für die von Jean Monnet finanzierte Forschung zur europäischen Geschichte, da es diese Forschung mit einem derzeit in der Kulturwissenschaft diskutierten Thema verknüpft und damit Jean-Monnet-Aktivitäten in die internationale Gemeinschaft der Kulturwissenschaften einführt. Mit dem Jean-Monnet-Schema gilt sie auch als einer der führenden Experten für europäische Integrationsgeschichte in Deutschland.

Die Verbundenheit des PI mit der Abteilung Didaktik der Universität zu Köln. Bislang gibt es, zumindest in Deutschland, kein Curriculum für den Geschichtsunterricht in der schulischen/politischen Bildung zur europäischen Geschichte für den Einsatz an Schulen. Daher ist das Projekt auch gut geeignet, neue und innovative Impulse für die Entwicklung eines solchen Curriculums zu geben.

d. Auswirkung

Die Ergebnisse dieses Projekts werden in großem Umfang genutzt. Erstens wird sie die wissenschaftliche Debatte über die europäische Geschichte bereichern, indem sie einen bisher nicht verwendeten methodischen Ansatz anwendet. Der Agenturansatz ist daher gut geeignet, nicht nur Spezialisten für europäische Geschichte in die Debatte einzubeziehen, sondern auch Wissenschaftler aus anderen historischen Teildisziplinen der Postkolonialwissenschaften, Raumwissenschaften, Kulturgeschichte, um nur einige zu nennen. Die dem Projekt innewohnenden trans- und interdisziplinären Potenziale werden die historische Forschung direkt mit dem breiteren Spektrum kulturwissenschaftlicher Disziplinen verknüpfen.

Die zweite Zielgruppe sind die Geschichtsstudenten der UoC, sowohl reguläre Absolventen als auch Postgraduierte, die in einer Reihe von Kursen, die vom PI während ihres Lebens oder des Projekts angeboten werden, mit einem neuen methodischen Ansatz zur europäischen Integrationsgeschichte konfrontiert werden.

Die dritte Zielgruppe sind Studierende, die zu Geschichtslehrern der Primar- und Sekundarstufe ausgebildet werden. Sie werden nicht nur mit neuen Erkenntnissen der wissenschaftlichen Forschung zur europäischen (Integrations-)Geschichte konfrontiert, sondern lernen auch, diese Informationen in ihrem zukünftigen Berufsleben zu nutzen. Ein Teil von ihnen wird auch an der Entwicklung neuer Unterrichtsmaterialien beteiligt sein, die auf den neuen Erkenntnissen des Projekts basieren.

Die vierte Zielgruppe sind aktive SchullehrerInnen und über ihre Tätigkeit als GeschichtslehrerInnen auch deren SchülerInnen, die durch die Einbindung dieser LehrerInnen in das Projekt eine bessere und fundiertere Schulbildung in der Geschichte erhalten. Zumindest ihre Lehrer werden sich mit Sicherheit mehr Zeit für Aspekte der europäischen (Integrations-)Geschichte nehmen und auch historische Themen durch eine europäische Linse betrachten können.

Eine fünfte Zielgruppe wird ein breiteres europäisches Publikum sein, das die Wanderausstellung entweder in Berlin oder anderswo in Europa besuchen wird.

© 2018 | Jean-Monnet-Lehrstuhl für Europäische Geschichte Historisches Institut der Universität zu Köln